Reisetagebuch Palau und Yap, Mikronesien, 2006

Reisetagebuch Palau und Yap, Mikronesien, 2006
(20.02.2006 bis 08.03.2006)

Die üblichen Reisevorbereitung nerven mal wieder wie immer, aber 3 Wochen Südsee-Urlaub brauchen ein wenig Vorbereitung. Nachdem ich noch die letzten Tauchuntensilien besorgt hatte haben wir bereits am Wochenende vor dem Abflug das Tauchgepäck gepackt. Natürlich mal wieder zu viel Gewicht. Nur das Notwendigste dabei, trotzdem 25 kg. Glücklicherweise haben wir jeweils 30 kg bis nach Manila und ab da 46 kg bis nach Yap und Palau. Bei Schöner Tauchen wir da bereits bei der Buchung drauf geachtet. Trotzdem wird es mal wieder eng, nur ca. 18 kg pro Person und Koffer. Mal sehen, was so zu Hause bleibt und wie es am Flughafen aussieht. Auch das Handgepäckt wird dank Foto- und Videoausrüstung mehr als üblich schwer sein.

Um den Urlaub nicht gleich mit Stress zu beginnen haben wir uns entschieden schon einen Tag früher, am Sonntag, nach Frankfurt zu fahren. Das Winterspecial der Bahn war dann leider doch ausgebucht, so dass wir für das gleiche Geld mit dem Mietwagen fahren können und so nicht unter Zeitdruck stehen. Eine Übernachtung im IBIS und am Montag in Ruhe zum Flughafen. Der Internet-CheckIn hat eigentlich auch ganz gut geklappt, nur konnten man die Sitzplätze nicht gemeinsam auswählen, so dass am Schalter da noch mal nachgebessert werden muss.

Wenn dann alles gut geht, steht folgender Reiseplan auf dem Programm:

Mo, 20.02.2006 Abflug von Frankfurt um 12:00 Uhr (SQ25) mit Singapore Airlines nach Singapur.
Di, 21.02.2006 Ankfunft in Singapur um 06:55 Uhr mit kurzem Aufenthalt am Flughafen.
Di, 21.02.2006 Abflug von Singapur um 09:45 Uhr (SQ72) mit Singapore Airlines nach Manila.
Di, 21.02.2006 Ankunft in Manila um 13:10 Uhr und anschliessender Transfer in Hertiage Hotel, dort eine Übernachtung.
Mi, 22.02.2006 Abflug von Manila um 12:15 Uhr (CO892) mit Continental Micronesia nach Yap.
Mi, 22.02.2006 Ankunft in Yap um 18:40 Uhr und anschliessender Transfer ins Traders Ridge Resort, dort 7 Übernachtungen und Tauchen bei Werner Lau.
Mi, 01.03.2006 Abflug von Yap um 08:45 Uhr (CO891) mit Continental Micronesia nach Palau.
Mi, 01.03.2006 Ankunft in Palau um 08:45 Uhr und anschliessender Tranfser ins West Plaza by the Sea, dort 7 Übernachtungen und Tauchen bei Sam's Tours.
Mi, 08.03.2006 Abflug von Palau um 09:30 Uhr (CO891) mit Continental Micronesia nach Manila.
Mi, 08.03.2006 Ankunft in Manila um 11:00 Uhr mit längerem Aufenthalt am Flughafen.
Mi, 08.03.2006 Abflug von Manila um 18:15 Uhr (SQ75) mit Singapore Airlines nach Singapur.
Mi, 08.03.2006 Ankunft in Singapur um 21:45 Uhr mit kurzem Aufenthalt am Flughafen.
Mi, 08.03.2006 Ablfug von Singapur um 23:55 Uhr (SQ26) mit Singapore Airlines nach Frankfurt.
Do, 09.03.2006 Ankunft in Frankfurt um 06:05 Uhr, anschliessend mit dem Mietwagen nach Hause.

Links:

Die offiziellen Seiten von
Yap und von Palau geben einen kleinen Einblick.

Preise und Informationen zu Flügen, Hotels und Tauchbasen findet man bei
Schöner Tauchen.

Unsere Tauchbasen
Werner Lau und Sam's Tours und unsere Hotels Heritage Hotel, Traders Ridge Resort und West Plaza Hotel by the Sea.

Infos & Tipps:

Zeitzonen:
Manila +7h, Palau +8h, Yap +9h wenn in Deutschland Winterzeit ist

Internet:

Singapur:

Am Flughafen kostenlose Stationen und Lan-Ports für eigene Laptops, sowie Wireless (kostenpflichtig)

Manila:

In unserem Hotel Breitband von www.inter-touch.com kostenpflichtig, ging aber nicht. Im Flughafen gibt es eine kostenpflichtige Lounge. Dort kann man für 8 Euro die Zeit totschlagen, siehe weiter unten.

Yap:

Im Hotel besteht die Möglichkeit den PC und dessen Internet-Anschluss zu nutzen, 2,50 US$ pro 15 Minuten. Ansonsten geht man einfach in das Internet-Cafe. Dort kann man mit dem eigenen Laptop oder mit einem der 6 PC ins Internet gehen. Eine Stunde kostet 4 Dollar.

Palau:

Es gibt ein grossen Internetcafe (Cafe@Palau) und einige kleinere. Es kostet 2 Dollar pro 30 Minuten und es sind ausreichend PC vorhanden. Eigenen Laptop geht auch, entweder mit Kabel oder Wireless.

Tachbasis Yap:

Auf dem Schnellboot gibt es keinen Sonnenschutz, somit ist man vom ersten Tag an der Sonne ausgeliefert. Trotz LSF 30 und Mütze und Handtuch über dem Kopf hatten wir einige rote Stellen. Auch an den Händen und im Nacken. Das sollte bedacht werden, wenn man aus dem kalten Deutschland hier hin zum Tauchen fährt. Zwischen den Tauchgängen wird eine Insel angefahren, auf der Schatten zu finden ist. Desweiteren fährt dieses Schnellboot recht schnell und wenn man vorne sitzt, hat man besser keine Probleme mit den Bandscheiben.

Tauchbasis Palau:

Wir hatten unser Paket bei Sam's Tours gebucht. Von Anfang an machtes alles einen kompetenten Eindruck. Hier und da einige Kleinigkeiten vielen auf und passten nicht zu einer 5-Sterne-Padi-Tauchschule. Jedoch wurden so ziemlich alle Probleme gelöst, nachdem man darauf hingewiesen hatte. Es gibt noch weitere Basen auf Palau, über die ich aber keine Aussage machen kann. Alles in allem hat es dort Spass gemacht zu Tauchen. Es gibt ein Auswahl an Booten und Tauchguides und man kann recht gut bestimmen, was man sehen will. Der Jelly-Fisch-Lake wird kostenlos angefahren.

Einleitung:

Bereits am Sonntag Nachmittag fuhren wir mit dem Mietwagen gemütlich nach Frankfurt. Dort hatten wir eine Übernachtung im Ibis am Frankurter Flughafen gebucht um am Montag nicht in den Berufsverkehr zu kommen und eine ruhige Nacht zu verbringen. Am Abend besuchten wir das asiatische Restaurant "Wok" (in Kelsterbach) wo wir mit einem leckeren Buffet inkl. Sushi verwöhnt wurden.


Montag, 20.02.2006

Nach ein guten Nacht und einem Frühstück fuhren wir um 9 Uhr zum Flughafen, gaben den Mietwagen ab und gingen zum CheckIn. Das Schalterpersonal bei Singapore Airlines war ausgesprochen freundlich und zuvorkommend. Keine Probleme mit dem Gepäck, da zum einem mehr Kilo auf dem Flugschein standen und zum anderen unser Reiseveranstalter "Schöner Tauchen" das Sportgepäck angekündigt hatte. Dies war auch vermerkt, so dass wir auch auf dem Rückweg keine Probleme zu erwarten haben. Kompliment an beide Gesellschaften, so muss man Tauchreisen durchführen. Nach der Sicherheitskontrolle gingen wir direkt zum Gate wo das Boarding relativ pünklich begann. Da wir früh am CheckIn waren konnten unsere Sitzplatzwünsche berücksichtigt werden und wir sassen wieder zusammen in Reihe 63 (Zweierreihe). Als wir unsere Reiseflughöhe erreicht hatten wurde das Entertainmentsystem angeschaltet und wir konnten aus 60 Filme, über 100 Musiksendern und über 30 Videospielen wählen. Auch das neue ConnexionByBoeing war mit an Bord. Somit konnten wir im Flugzeug zu jeder Zeit ins Internet, surfen, eMail lesen und sogar telefonieren (mit Skype). Qualitätiv recht gut, recht schnell aber mit bis zum 1000ms nicht geeignet für Onlinespiele :-). Nach dem Mittagessen wurde es bereits dunkel, da wir der Sonne entgegen flogen. Als ich diesen Tagesbericht geschrieben habe ist in Deutschland 16:00 Uhr und wir nähern uns dem Kaspischen Meer. Ein Blick nach draussen bestätigt dies und es ist auch bereits dunkel. Von jetzt an noch 7 1/2 Stunden und wir sind etwas eher in Singapur als erwartet. Ob ich schlafen oder die ganze Zeit an Tetris verbringen werde, wird sich rausstellen.


Dienstag, 21.02.2006

Es ging doch besser als erwartet. Nach ein paar Filmen und einigen Runden Tetris gab es Frühstück und wir landeten pünktlich in Singapur. Hier noch schnell den Reisebericht aktualisiert und dann geht es in 2 Stunden auch schon weiter nach Manila. Am Changi Airport in Singapur ist es sogar möglich kostenlos mit dem eigenen Laptop und einem (mitzubringenden) LAN-Kabel ins Internet zu gehen. In Verbindung mit Skype eine ziemlich günstige Sache um nach Hause zu telefonieren. 28 Grad sind es hier schon und es regnet nicht. Wie ist eigentlich das Wetter in Deutschland gerade? Nachdem wir auch unsere Bekannten am Flughafen getroffen hatten ging es auch schon wieder los nach Manila. Mit Singapur Airlines in 3 1/2 Stunden in die Hauptstadt der Philipinen. Auch hier landeten wir sehr pünktlich und die Zeit verging auch wie im Flug, da auch hier das komplette Entertainment-Programm vorhanden war. Geschlafen haben wir aber auch noch ein wenig.

In Manila angekommen holte uns ein Vertreter der lokalen Reiseagentur vom Flughafen ab. Die Passkontrolle war nicht ungewöhnlich lang und als wir am Gepäckband ankamen waren unsere Koffer auch schon da. Mit dem Kleinbus fuhren wir dann 10 Minuten zu unserem Hotel. Der CheckIn dauerte hier leider ungewöhnlich lange. Nach dem Welcomedrink mussten wir die ganze Anmeldung noch einmal durchführen bei einer anderen Person, warum auch immer. Dann endlich um 16 Uhr Ortszeit waren wir im Zimmer. Nicht zu klein, nicht zu gross. Leider nur 2 Betten, ein grosses Doppelbett war aus. Dafür aber mit Breitbandanschluss, der aber irgendwie nicht funktionierte. Entweder muss man sich noch irgendwo anmelden oder es war noch nicht so weit. Aber egal für die eine Nacht komme ich ohne Breitband aus, ich hab ja noch GPRS, was auch recht gut funktionierte. Zum Update der Seite und für ein paar Infos aus aller Welt reicht das völlig. 

Zum Abendessen gingen wir in das Restaurant in dem es Buffet gibt. Für umgerechnet 45 Euro hatten wir eine grosse Auswahl an leckeren Sachen. Sogar Sushi gab es. Man konnte sich auch ein paar Zutaten (Fisch, Fleich usw.) auf einen Teller legen, die dann mit einer Sosse gegrillt wurden. Hier war für jeden etwas zu finden. Nach dem guten Essen gingen wir wieder ins Zimmer zurück und nach einer längeren Nacht geht es zu unserem ersten Urlaubsziel: Yap.


Mittwoch, 22.02.2006

Um 7 Uhr klingelte der Wecker und nach zwei mal umdrehen fanden wir schliesslich auch den Weg zum Frühstück. Auch hier in Form von Buffets wie schon am abend zuvor. Auch hier war die Auswahl gross. Neben dem üblichen amerikanische Frühstück gab es auch asiatische Spezialitäten wie Dim Sum und Misosuppe, sowie einige Arten von Nudeln. Kaffee, Tee und Säfte waren ebenfalls da. Nach dem ausgiebigen Frühstück gingen wir zurück uns Zimmer, packten die restlichen Sachen und wurden pünktlich um 9 Uhr abgeholt. Zum Flughafen war es nicht weit und der CheckIn ging auch erfreulich schnell. Die Sicherheitskontrollen waren jedoch ziemlich nervig und zeitaufwendig. Das Handgepäck wurde 2 mal durchleuchtet und vor dem Einsteigen ins Flugzeug noch mal komplett auseinander genommen. Die Ausreisegebühr (Flughafensteuer) entfiel für uns, da wir nur eine Nacht in Manila waren und noch als Transitreisende galten. Dies sollte man am Schalter, an dem man die Gebühr bezahlen muss sagen. Die Abschnitte der Bordkarten sind da hilfreich, ansonsten kostet es 10,20 Dollar pro Person. Man kann es auch in Pesos bezahlen, aber Dollar wird immer gern genommen.

Der Flug von Manila nach Yap geht über Palau, so dass es etwas länger dauert. Die Flugzeit betrug ungefähr 2 1/2 Stunden. Aufenthalt in Palau, während wir im Flugzeug bleiben konnten, dauert ca. 40 Minuten. Dann ging es aber nach nach Yap, was auch noch mal eine Stunde dauerte. Durch diese ganzen Zeitverschiebungen kommt man langsam aber sicher durcheinander. Singapur ist 7 Stunden voraus, genauso wie Manila. Dann auf Palau ist man noch eine Stunde weiter und noch mal eine auf Yap. Somit sind wir jetzt 9 Stunden weiter als in Deutschland. Es ist ja auch schon Mittwoch und irgendwie fehlt mir ein Tag.

Am Flughafen wurden wir von einem Angestellten des Hotels erwartet. Da die Einreiseformalitäten etwas länger dauerten, war der Vertreter der Tauchbasis schon fast weg, jedenfalls haben wir nur von unseren Mitreisenden gehört, wann und wo wir uns das erste Mal mit ihm treffen. Nach einiger Zeit ging es dann auch los. Die Fahrt ins Hotel hat ca. 10 Minuten gedauert. Angekommen im Hotel wurden nur schnell die Formalitäten erledigt und wir konnten ins Zimmer. Kurz ein paar Sachen ausgepackt und dann mussten wir auch schon zum Abendessen. Dies nahmen wir in der Bar ein, wo dann auch ein Vertreter der Tauchbasis war. Er sah allerdings nur kurz nach unseren Namen und auf unsere Frage, wie, wann und wo es losgeht meinte Hugo nur: "Das erfahrt ihr alles morgen um 9 Uhr an der Basis.". Nun gut, wollen wir mal keinen Stress machen, warten wir bis morgen. Nach der Sushiplatte für 14 US$ sprachen wir noch ein wenig mit unseren Mitreisenden und gingen dann zeitig ins Bett.


Donnerstag, 23.02.2006

Die Nacht war anders. Da es hier auch mal regnet wird man von diesem Geräusch auch schon mal wach. Der Regen ist ziemlich laut, wenn er auf das Dach prasselt und windig war es auch. Nach ein paar Nächten werden wir uns aber daran gewöhnen, hoffe ich. Als dann um 7 Uhr der Wecker klingelte waren wir doch ausgeschlafen und gingen zum Frühstück, das im Reisepreis eingeschlossen war. Das Frühsütck wurde wieder in der Bar serviert. Neben einigen Standard-Frühstücks (Amerikanisch, Continental, Japanisch, usw.) konnten man nur noch aus Toast und Brot (was auch immer für eins) wählen. Wir nahmen einmal das Omlette und einmal das Continenal-Frühstück. Satt wurden wir davon auf jeden Fall. Tee ode Kaffee gabe es auch, allerdings wurde es gegeben. Es stand nicht auf dem Tisch. Das Tauchgepäck hatten wir vorher zur Rezeption gebracht, dort wurde es von der Tauchbasis abgeholt. Nach dem Frühstück gingen wir dann zur Basis und füllten die Registrierung aus. Wir bekamen unser Blei (wird da in Pfund gerechnet), einen Korb und ein paar kurze Sätze als Einweisung. So ziemlich das notwendigste was wir wissen mussten, mehr aber auch nicht. Etwas chaotisch und unmotiviert fande ich den Basisleiter. Nachdem er noch wie gewzungen erzählte, dass man einen dritten Tauchgang und/oder Nachttauchgang hinzubuchen kann, da wir ja alle unsere Tauchgänge mit der Reise gebucht hatten. In Anbetracht der nicht wirklich motivierten Besatzung werden wir dies wohl nicht tun. Nach einer halben Stunde Verspätung sassen wir alle 10 Taucher und 3 Guides ziemlich eng auf dem Motorboot. Viel Platz war hier nicht. Dann ging es auch noch recht schnell durch die Wellen. Nichts für Taucher mit Bandscheibenschäden. Die Sonne brannte auch die ganze Zeit auf uns herab, aber das interessierte niemanden. Selbst Schuld eben. Sonnencreme mit LSF 30 braucht man mindestens. Soweit ich es sehen konnte waren alle Taucher auf dem Boot nicht gerade begeistert, vor allem die, die wie wir gerade angekommen waren. Nun gut, wir wollten ja Mantas sehen und entgegen der Aussagen von Hugo, dass die Sicht zu schlecht wäre und wir woanders hinfahren würden, fuhren wir trotzdem zu den Mantas. Nachdem wir dort angekommen und endlich alle im Wasser waren, sah man nix. Die Sicht war so dermassen schlecht, dass man nur ein paar Meter weit gucken konnte. Erstes Highlight war ein kleiner Hai, der sich filmen und fotografieren liess, während er im Sand schlief. Dann ging es weiter zu Putzstation der Mantas und was soll ich sagen: Da waren sie dann doch. Es könnten 3 oder 4 gewesen sein, so genau kann man das nicht sagen.

Das entschädigte für alles was vorher war. Die Tiere kamen so nah, dass man sie hätte anfassen können. Teilweise auch von hinten, so dass man sehr aufpassen musste, wo man seine Kamera hinhält. Jedoch aufgrund der schlechten Sicht ist nicht alles etwas geworden, aber wir sind ja noch 4 Tage hier zum Tauchen. Nach dem ersten Tauchgang fuhren wir zu einer kleinen Insel und machten dort am Strand eine einstündige Pause mit ein paar Getränken und etwas essbarem, bis es dann ans Aussenriff ging. Dort sollten uns dann einige Haie erwarten. Dieser Tauchgang war besser, da die Sicht sehr gut war und auch die Haie waren sofort da. Nach 65 Minuten war dieser dann beendet und wir fuhren wieder zurück zum Hotel. Dort kamen wir dann um halb drei an. Sachen in die Körbe geworfen und den Rest mit ins Zimmer genommen. Die Jungs von der Basis kümmern sich ums waschen und einräumen. Das Beste am Service bisher. Total kaputt aber glücklich wegen der Mantas und der noch funktionierenden UW-Film- und Foto-Ausrüstung schliefen wir erstmal ein paar Stunden mehr und liessen das Abendessen aus, da es morgen bereits um 8 Uhr rausgeht. Hoffen wir mal auf gute Sicht und Mantas.


Freitag, 24.02.2006

Um 6 Uhr aufstehen, das ist ja wie zu Hause, aber was tut man nicht alles für Mantas. Also gefrühstückt, Sachen gepackt und auf zu Basis. Um halb neun ging es dann auch schon los. Diesmal besser eingepackt gegen die Sonne und voller Vorfreude auf die beiden Tauchgänge. Heute sollte es nicht ans Aussenriff gehen, was wieder Manta-Tauchgänge bedeutete, aber auch schlechte Sicht. Gleich beim Abauchen waren sie da und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Nach einer Stunde waren wir wieder glücklich und machten wie gewohnt auf der verbotenen Insel unsere Mittagspause. Danach gingen wir gleich noch mal zum selben Tauchplatz und sahen wieder einige Mantas. Diesmal ging es dann auch früher zurück und wir hatten den gesamten Nachmittag zum Ausruhen, denn der nächste Tag mit Manta-Tauchgängen kommt immer näher.


Samstag, 25.02.2006

Gleiches Spiel wie gestern, früh aufstehen, frühstücken und dann zu Basis. Diesmal erfreulicherweise nur 6 Taucher auf dem Boot. Wieder ging es zum Miil Channel, wo die Mantas sind. Etwas später als geplante 8 Uhr verliessen wir den Steg und fuhren los. Seltsamerweise waren wir die ersten am Tauchplatz. Die Sicht war wieder mal sehr schlecht und es gab auch keine Strömung, so dass man in einer Brühe aus Schwebeteilchen tauchte. Hier wäre Milk-Channel die bessere Bezeichnung. Aber wir wurden wieder belohnt, einige Mantas zogen ihre Bahnen und kamen wieder recht nah, so dass einige schöne Aufnahmen entstanden sind, sofern man von der Suppe absieht. Die Pause machten wir wie immer auf forbidden Island und entschieden dann, wieder ans Aussenriff zu fahren, leider war es wieder sehr rauh draussen, so dass es einigen schon auf der Hinfahrt ein wenig schlecht wurde. Als wir dann beim Abtauchen waren, stellte mein Taucherpartner fest, dass die Flasche wohl nicht gewechselt wurde und nur 50 Bar drin waren. Also wieder hoch, Flasche gewechselt und weiter. Nach einiger Zeit, genauer nach 22 Minuten stellte ich dann fest, dass in meiner Flasche nix mehr war. Entweder wurde die Flasche nicht gewechselt oder es wurde eine leere genommen. Gut das mein Tauchpartner in der Nähe war und mir mit Luft aushelfen konnte. Gemeinsam ging es dann wieder hoch aufs Boot und die nächste Flasche wurde gewechselt. Wieder unten beruhigte sich alles und wir setzten den Tauchgang fort. Nach 45 Minuten hatten wir dann aber alle keine Lust mehr, denn zu sehen gab es hier nicht viel, aber das ziemlich gut, da die Sicht hervoragend war. Somit habe ich wieder was gelernt, zum einen ist es Leichtsinnig, seine Ausrüstung nicht immer wieder vor jeden Tauchgang selber zu prüfen, auch wenn einem die Arbeit des Wechselns und des Zusammenbauens von Mitarbeitern der Basis abgenommen wird. So wie man es gelernt hat und wie man es eigentlich auch immer macht, vor dem Sprung ins Wasser. Warum ich es diesmal nicht tat, weiss ich nicht. Vielleicht schon zu viel Routine oder zu hecktisch an Bord, da wir alle schnell ins Wasser sollten. Zum anderen weiss ich jetzt, wie es ist, wenn man wirklich keine Luft mehr hat und gerade beim Tauchen ist. Panik kommt eigentlich erst, wenn man auf dem Druckanzeiger sieht, dass nichts mehr in der Flasche ist. Wenn dann noch der Tauchpartner weiter als ein paar Flossenschläge entfernt ist, kann es schon brenzlig werden. Das passiert mir jedenfalls nicht mehr.

Da der Nachmittag noch lang ist, machte ich mich erstmal auf den Weg zum Internet-Cafe. Nach 2 mal fragen hatte ich es auch schon gefunden. In der Nähe des Restaurants O'Keefe's war es. Nette Bedienung und gute Anbindung, wenn man mal den Standort mitten im Pacific betrachtet. Hier werde ich sicherlich öfter sein.


Sonntag, 26.02.2006

Man ist schon daran gewöhnt, auch im Urlaub so früh aufzustehen, wie zu Hause, wenn man arbeitet. Da hat man was vom Tag. Nach dem Frühstück waren wir mal wieder zu früh an der Tauchstation. Die Boote waren noch gar nicht fertig und so mussten wir wieder kostbare Minuten, die man hätte noch schlafen können verschwenden. Als es dann aber endlich losging freuten wir uns wieder auf die Mantas. Diesmal sollte es jedoch keinen Aussenrifftauchgang geben, sondern einen Tauchgang im Innenriff wo es viel kleines Getier zu sehen gibt. Froh waren wir auch, dass Mike wieder mit uns rausfuhr. Nach dem Bescheidenen Tauchgang am Vortag machte es mit Mike wieder viel mehr Spass. Am Miil Channel angekommen sprangen wir in das trübe Meer und machten uns auf den Weg zur Putzerstation. Auf dem Rückweg von der unteren Station kamen uns dann einige grosse Mantas entgegen und trieben ihr Paarungsspiel direkt über unseren Köpfen. Wir machten einige Aufnahmen und irgendwie kamen sie immer wieder. Mal rechts, mal link tauchten sie aus dem trüben Meer auf. Nach 55 Minuten waren wir wieder an Bord und machten uns auf den Rückweg durch den German Channel zum Innenriff. Die Sicht war auch nicht so gut, aber um einiges besser als im Channel, so dass wir wenigstens einige schöne Makroaufnahmen machen konnten. Viele Nacktschnecken und zwei Scherenkrebse, sowie ein 95 Minutentauchgang liessen alles von gestern wieder vergessen. So muss ein gelungener Tauchtag auf Yap aussehen. Der Nachmittag war mal wieder recht lang, jedenfalls für mich, aber man kann nicht alles haben. Gegen Abend trafen wir uns mit unsren Bekannten in deren Hotel und liessen den Tag bei Taucherlatein ausklingen.


Montag, 27.02.2006

Der letzte Tauchtag beginnt wie immer mit frühem Aufstehen und dem obligatorischen Frühstück. Um 8 Uhr sind wir an der Basis und fahren wieder raus zu den Mantas. Diesmal haben wir gute Sicht, aber dafür leider keine Mantas. Etwas enttäuscht fahren wir in der Tauchpause zur Insel und machen dort wieder unsere Oberflächenpause. Wir beschliessen nochmal zu den Mantas zu fahren. Die Sicht ist schlechter geworden, aber die Mantas zeigen sich nicht. Am Ende des Tauchganges kommt uns ein einzelner Manta entgegen und trotz der 70 Minuten unter Wasser bleibt er der einzige. Etwas enttäuscht fahren wir wieder zurück. Am Abend mache ich dann den Nachttauchgang zu den Mandarinfischen. Um halb sechs geht es los und wir springen kurz vor der Dämmerung rein. Zwischen 3 und 5 Metern im Korallenkarten befinden sich die kleinen bunten Fische. Wie immer im Leben versuchen die Männchen die Weibchen zu beeindrucken und lassen sich auch nicht von unseren Lampen stören. Durch die geringe Tiefe ist ein langer Aufenthalt möglich und wird nur durch die Batterie der Lampe begrenzt. Nach 100 Minuten habe ich einige schöne Filmszenen und ein paar Bilder im Kasten und tauche auf in den klaren Sternenhimmel. Durch die Dunkelheit sieht man deutlich mehr Sterne als bei uns zu Hause. Die Sterne im Orion sieht man besonders schnell. Nach 10 Minuten sind wir wieder am Hotel und es bleibt sogar noch Zeit, etwas zu essen.


Dienstag, 28.02.2006

Heute ist tauchfrei und wir können mal bis 8 Uhr ausschlafen. Danach geht es gemütlich zum Frühstück. Den Tag verbringen wir mit ein wenig bummeln in Colonia, einigen Fotos und Kofferpacken. Morgen geht es schon um 7 Uhr vom Hotel aus los. Dann fliegen wir nach Palau und verbringen dort die zweite Hälfte unseres Südseeurlaubs.


Zwischenbilanz

Yap als Südseetrauminsel habe ich mir anders vorgestellt. Wie immer hat man Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Das Hotel ist wohl das beste was auf Yap zu finden ist. Die Auswahl an Tauchbasen ist für die kleine Insel recht gross, besser als unsere hier direkt am Hotel ist die der Yap-Divers. Sie wirkt professioneller und ist es auch. Sie liegt direkt am Hotel Manta Ray. Bei unserer Basis steht und fällt alles mit Mike, dem Tauchguide. Der Basisleiter Hugo ist etwas eigenartig und bringt den Spass am Tauchen nicht wirklich rüber. Die nähere Umgebung kann schnell zu Fuss erkundet werden. Restaurants gibt es auch ein paar und die Preise sind relativ akzeptabel. Jedoch muss man recht früh zum Abendessen gehen. Spätestens um 21:00 Uhr ist alles dicht. Das Beste an Yap ist das Tauchen mit den Mantas, wären die nicht hier, wüsste ich keinen Grund um nach Yap zu kommen. Evtl. die Sache mit dem Stone-Money ist noch interessant, die wird einem bei einer der vielen Tagestouren für richtiges Geld erklärt.


Mittwoch, 01.03.2006

Es ist noch dunkel, als wir an diesem Morgen zum Frühstück gehen. Um 7:00 Uhr werden wir zum Flughafen gebracht und frühstücken bereits um 6:00 Uhr. Vorher zahlen wir noch die Hotelrechnung, die auch den zusätzlichen Tauchgang beinhaltet. Man merkt aber, dass das Personal an diesem Morgen mit den vielen Abreisenden überfordert ist. Sollte doch für sie Routine sein. Nun ja, wir sind froh, dass es weiter nach Palau geht und sind auch relativ früh am Flughafen. Heute ist auch noch Yap-Day, der Nationalfeiertag und die vielen Abreisenden stellen die Flughafenangestellten wohl vor ein Problem. Die Kofferkontrolle ist dermassen chaotisch, dass wir fast einchecken, ohne kontrolliert zu werden. Einige müssen sogar noch Übergepäck zahlen, da sie Gepäckstücke mit mehr als 25 Kilo aufgeben wollen. Das ist nicht erlaubt, denn pro Person darf man nur 2 x 23 Kilo mitnehmen. Warum auch immer. Tatsache ist jedoch, dass die Waagen nicht genau sind und dass ja auf dem Hinflug von Manila mit Continental das Problem nicht bestand. Enige sind sogar von Palau aus nach Yap geflogen und hatten das Problem nicht, dass sie allerdings jetzt haben. Aufregen bringt nichts, da kann man sich das Geld nur zu Hause wieder zurückholen und gleich dem Reisebüro mitteilen, dass das wohl die letzte Reise nach Yap war. Dies ist jedenfalls bei uns so. Man kann die Touristen auch wirklich verärgern mit solchen Dingen. Die Personen und Handgepäckkontrolle verläuft ähnlich durcheinander und ich bin ziemlich genervt, als ich im Flugzeug meinen Platz einnehme. Ich hoffe, dass es in Palau besser wird.

Nach 45 Minuten landen wir schon in Palau. Der erste Eindruck vom Flughafen und den Kontrollen sind positiv und ich bin begeistert, als ein Vertreter der Tauchbasis schon gleich nach unserem Mittagessenwunsch für morgen fragt. Es gibt sogar Sushi. Wir werden vom Hotelminibus abgeholt und Hotel gebracht. Die erste Begeisterung verfliegt leider gleich wieder, als wir unser Zimmer beziehen. Etwas sehr einfach wie sich herausstellt. Gerade nach dem schönen Traders Ridge auf Palau ein echter Kontrast. Leider ist das Hotel auch weit entfernt von der Tauchbasis und zu Fuss nicht zu erreichen. Auch die Stadtmitte, sofern man die Strasse so nennen kann, ist einige Minuten zu Fuss entfernt. Die Tauchbasis holt uns allerdings schon am Mittag ab, damit wir die Formalitäten erledigen können. Dort angekommen sind wir erfreut über die gute Bedienung bei der Anmeldung, aber etwas geschockt über die Aufbewahrungsmöglichkeiten unsere Sachen. Ein alter Schiffscontainer mit Haken an der Wand soll unsere Sachen aufnehmen. Es ist nass und stickig, aber als Taucher ist man ja einiges gewohnt. Zwei von unserer Gruppe gehen am Nachmittag gleich zu ersten Mal raus. Es wird sich zeigen, ob das Tauchen alle anderen Unannehmlichkeiten eliminieren kann. Die Menschen hier sind allerdings überall sehr freundlich, wie uns aufgefallen ist. Das Abendessen nahmen wir im Hotel ein. Die Karte bieten viel Auswahl und die Portionen sind normal gross. Mit einer Vorspeise und einem Hauptgericht wurde ich gut satt. Das einheimische Bier ist günstig, dafür aber nicht mit einem Pils zu vergleichen. Probieren sollte man es aber doch mal. Ansonsten bleibt einem nur der Griff auf importierte Biere oder Softdrinks.


Donnerstag, 02.03.2006

Heute soll der erste Tauchtag bei Sam's sein. Wir Frühstücken im Hotel, wo wir für unseren Coupon, den wir jeden Morgen bei der Rezeption abholen müssen, ein amerikanisches Frühstück erhalten. Orangensaft ist allerdings nicht inbegriffen. Man wird aber gut satt, so dass wir gleich danach unsere Sachen für's Tauchen holen und auf den Bus warten. Ein Minibus der Tauchbasis holt uns ab und vor Ort wirkt alles sehr gut organisiert. Es ist zwar schon eine Art Massenabfertigung, aber auf den Boote ist genug Platz. Es sind 2 Guides und ein Kapitän an Bord. Die bringen uns sicher durch die schöne Landschaft Palaus zu unseren Tauchplätzen. Gleich der erste Tauchgang entschädigt für alle Unannehmlichkeiten. Die Sicht ist gut, das Riff intakt und es gibt viel zu sehen. Haie, Schildkröten, Weich- und Hartkorallen. Mittagessen ist auf dem Boot. Wir steuern eine kleine Lagune an in der wir unser Mittagessen geniessen können. Es gibt auch Getränke und man kann auch noch mal ins Wasser springen, wenn man muss. Der Zweite Tauchgang beschert uns einen Leopardenhai und wieder einige Schildkröten. Nach dem gelungenen Tag fahren wir noch mit dem Speedboot durch die Rockislands und treffen am späten Nachmittag an der Basis ein. Dort waschen wir unsere Ausrüstung und können sogar eine Warmwasserdusche nehmen. An der Bar bekommt man auch einiges an Getränken und Essbares, so dass man den Nachmittag noch schön ausklingen lassen kann. Der Minibus bringt uns wieder zurück ins Hotel wo wir uns umziehen und zum Abendessen gehen. Wir fahren mit dem Taxi-Van in ein indisches Restaurant, dem Taj. Wir sind zu acht und das Taxi kostet pro Strecke nur 6 Dollar. Das ist zu günstig um zu Fuss zu gehen. Im Restaurant wählen wir komisch klingende Gerichte und werden auch fast satt. Die Portionen sind nicht so gross, als dass man ausgehungerte Taucher satt bekommt. Man sollte da schon einige Gerichte nehmen, auch der Auswahl wegen. Aber so habe ich mir einen Tauchtag auf Palau vorgestellt. Wir hoffen nur, dass die Sonne wieder etwas mehr zwischen den Wolken hervorkommt. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.


Freitag, 03.03.2006

Ein Blick aus dem Fenster verheisst nichts gutes. Es ist bewölkt und es sieht nach Regen aus. Nach dem Frühstück werden wir wieder pünktlich um halb neun abgeholt und zur Basis gebracht. Wir haben das selbe Boot und die selben Tauchguides, das gefällt. Wir fahren zum Big Drop Off, einer richtigen Steilwand, die wohl bis aus 300 Meter hinabgeht. Der Korallenbewuchs ist fantastisch und es tummeln sich einige Fische an der Wand. Unter uns ziehen ein paar Haie vorbei. Viel zu kurz ist der Tauchgang wieder, aber wir müssen hoch. Das war also der Tauchplatz, von dem Custou meint, er wäre einer der schönsten auf der Welt. Nach dem Mittagessen auf dem Boot steuern wir den berühmtesten Tauchplatz auf Palau an, Blue Corner. Das bedeutet Haigarantie. Wir tauchen vom Riff weg ins Blaue und nach einiger Zeit sind wir da wo die Haie sind. Zurück zum Riff, einhaken und Gesicht in die Strömung. Es sind heute nicht viele Haie und sie kommen auch nicht so nah heran, aber das liegt wohl daran, dass einfach zu viele Boote ihre Taucher hier abladen. Trotzdem sehr schön. Wir lassen uns über das Riff nach hinten treiben und dort ist dann noch einiges los. Haie im Sand, eine Schildkröte, Rotfeuerfische und irgendwo ist auch ein Schaukelfisch versteckt. Nach 70 Minuten tauchen wir auf, denn das nächste Highlight steht noch bevor. Wir fahren auf dem Rückweg noch zum Jellyfish Lake. Ein kleiner Steg ist der erste Punkt unserer ungewöhlichen Tour. Wir legen an und können auf 2 Infotafeln das Besondere über diesen Ort lesen. Wir erhalten eine kurze Erklärung von unserem Tauchguide und starten dann bepackt mit ABC-Ausrüstung und Kameras. Es geht erst bergauf und dann wieder bergab auf unwegsamen Gelände, aber auch für ungeübte zu bewältigen. Nach 10 Minuten erreichen wir den See. Ausrüstung anlegen und rein geht es. Wir schnorcheln ein wenig weg vom Ufer und auf einmal sind wir mitten drin in der Quallensuppe. Ein komisches Gefühl zwischen tausenden von grossen und kleinen Quallen zu schwimmen. Die Quallen nesseln nicht mehr und sind relativ stabil, so dass man ruhig mal dagegenstossen kann, denn drumherumschwimmen geht nicht. Leider beginnt es wieder zu regenen und die Sicht, die eh schon schlecht ist, wird noch schlechter, aber wir kommen sicher noch mal wieder, wenn die Sonne scheint. Der Rückweg ist auch wieder in 10 Minuten geschafft und wir erreichen das Boot relativ trocken. Auf der Rückfahrt regnet es dann wieder und wir sind froh, nach einer halben Stunde wieder an der Tauchbasis anzukommen. Ausrüstung waschen und ab ins Hotel zum Abendessen. Dort angekommen wartet schon Besuch auf uns. Bekannte von Yap haben den Weg aus ihrem Hotel zu unserem gefunden. Wir werden gemeinsam essen und Erfahrungen austauschen. Der nächste Tag ist auch schon wieder irgendwo angebrochen.


Samstag, 04.03.2006

Es regnet wenigstens nicht, als wir nach dem Frühstück das Hotel verlassen und zur Tauchbasis gebracht werden. Wir haben wieder das selbe Boot und bringen unsere Sachen aus dem Container dorthin. Wir fahren zum German Channel und machen dort den ersten Tauchgang. Wenn die Sicht gut ist, sind keine Mantas da, wenn die Sicht schlecht ist, kann man vielleicht welche sehen. Wir tauchen ab und die Sicht ist einigermassen, aber wir sehen nichts. Ausser Sand und toten Korallen ist nicht viel zu sehen. An einigen Stellen sind grössere Korallenblöcke wo sich die Putzerfische befinden. Da nun auch keine Strömung mehr vorhanden ist, kommen sicher keine Mantas hier vorbei. Im Sand liegen 2 kleine Riffhaie, das war es dann aber auch schon. Hier und da ein paar Kleinigkeiten, aber kein Platz, den man noch mal betauchen muss. Zum Mittagessen steuern wir wieder wie vor ein paar Tagen die Lagune einer kleinen Insel mit Sandstrand an. Dort liegen bereits einige andere Boote von Sam's und wir machen fest. Nach einer Stunde brechen wir zum nächsten Tauchplatz auf. Wir fahren zum New Drop Off, auch hier wieder Haigarantie. Schon nach kurzer Zeit an der Steilwand tauchen die ersten Haie auf. Insgesamt 6 kleine Riffhaie schwimmen neugierig um uns herum. Im Blauwasser schwebend und das Riff im Rücken gelingen einige gute Aufnahmen. Danach machen wir wieder am Riff fest und geniessen die Haie, die immer wieder zu uns kommen und neugierig schauen, was denn dort los ist. Auch ein grosser Grauer Riffhai kommt recht nah. Unbemerkt hinter uns lungert ein grosser Napoleon herum und wartet auf Futter, was wir aber gekonnt ignorieren. Beim Auftauchen kommt noch eine kleine Schildkröte vorbei und nach 70 Minuten sind wir wieder glücklich an Bord. Die Sonne ist auch noch da, nachdem sie beim Mittagessen herausgekommen ist. Nach der Ankunft an der Basis besprechen wir den morgigen Tag und werden anschliessend wieder ins Hotel gebracht. Um halb sieben brechen wir mit unserem Taxi-Van auf um das thailändische Restaurant Suriyothai zu testen. Das essen dort ist wirklich sehr gut. Ein normales Gericht reicht für den normalen Hunger, wenn man mehr appetit hat, sollten man noch eine kleine Vorspeise wählen. Wenn eine grössere Gruppe essen will, ist eine Reservierung empfehlenswert, da das Restaurant recht klein ist.


Sonntag, 05.03.2006

Nach den üblichen Problemen beim Frühstück mit unseren Getränken (nur ein Getränk, entweder Kaffe oder O-Saft) und der wieder mal unfreundlichen Bedienung hoffen wir dass das Tauchen besser wird. Das Wetter spielt auch irgendwie nicht mit, alles bewölkt und die Sonne schafft es nicht durch die Wolken. An der Basis angekommen geht der Ärger weiter, unser grosses Boot wurde einer anderen Gruppe gegeben. Wir müssen auf ein kleines mit 11 Leuten. Dann sollten eigentlich 3 Tauchgänge gemacht werden, aber die Nitroxflaschen reichen nicht für 3 mal tauchen. Einem wird es zu bunt und er verlässt das Boot, verärgert über die unmögliche Planung. Die beiden Japaner haben Glück und werden auf einem anderen Boot mitgenommen, ihnen war wohl nicht so wohl bei uns. So waren wir nur noch 8 Taucher, hatten aber auch nicht viel mehr Platz. Es geht zuerst zum Ulong Channel, wo wir Haie und einen schönen Kanal erwarten. So ist es dann auch, nur dass wir nicht in den Kanal können, da die Strömung gerade gedreht hat uns aus dem Kanal kommt, so müssen wir mit den Haien vorlieb nehmen, was uns eigentlich ziemlich recht ist. Hier und da noch ein paar schöne Kleinigkeiten und der Tauchgang geht zu Ende. Zum Mittagessen steuern wir die Insel Ulang an. Ein geschichtsträchtiger Ort. Hier wurde mal einem schiffbrüchigen Schiff der East India Company am 12.11.1783 geholfen. Der erste freundliche Kontakt zu Europäern. Eine Gedenktafel erinnert an dieses Ereignis. Am Strand sind einige Tische und Bänke, etwas weiter hinten sogar ein überdachter BBQ-Platz, sowie primitive Toiletten vorhanden. Am Nebentisch macht eine einheimische Familie Picknik und bietet uns frisch gefangenen Fisch an. Ich nehme ein Stück davon. Es schmeckt wie Sashimi, nur etwas wärmer. Der zweite Tauchplatz ist nicht weit entfernt und während des Briefings fängt es an zu regnen. Wir gehen alle gleichzeitig von Bord, da die Störmung etwas stärker ist und wir auf 30 Meter runter müssen, um in die Höhle zu kommen. Es ist dunkel und die Sicht sehr schlecht, aber in der Höhle ist es mit den Lampen recht hell und es macht Spaß dort zu tauchen. In die Höhle, die 3 Eingänge hat, passen recht viele Taucher. Am Austauchpunkt sind schöne Fächerkorallen und zwei Riffhaie liegen im Sand. Der Grund der Höhle liegt auf 36 Metern, so dass wir nicht so sehr lange bleiben können. Wir tauchen wieder auf 15 Meter hoch und lassen uns an der Riffwand entlang treiben. Hier ist wieder einiges los, so dass es nicht langweilig wird. Nach 65 Minuten sind wir wieder auf dem Boot und es fängt an zu regnen. Es ist windig und zeitweise kann man nicht mal mehr 5 Meter weit schauen. Der Kapitän weiss auch nicht wo wir sind und wir warten ein paar Minuten, bis eine Insel in Sicht kommt. Schon geht es los und nach über 1 Stunde, total durchnässt aber fröhlich erreichen wir die Tauchbasis. Für morgen haben wir um ein eigenes Boot für unsere Gruppe geben, bzw. sollen noch weitere Filmer und Fotografen mit uns rausfahren, da uns die Tauchgänge zu schnell sind. Zwar tauchen wir angeblich zu langsam, aber wir sind da anderer Ansicht und wollen den letzten Tauchtag in Ruhe geniessen können. Am Abend essen wir im Hotel mit ein paar Amerikanern, die wir auf Yap kennengelernt haben. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser.


Montag, 06.03.2006

Nachdem wir uns am Vortag über das Tauchen der letzten Tage beschwert hatten, bekamen wir heute ein eigenes Boot, zwar nicht so gross wie die Whaleshark, aber da wir nur zu viert waren ging das super. Dexter war unser Guide und wir beschlossen zur Blue Corner zu fahren um dort nach den Bedingungen zu sehen. Ein Taifun war in den letzten Tagen an Palau vorbeigezogen und somit war das Wetter etwas unbeständig. Als wir dort ankamen war alles bestens. Wir tauchten ab und konnten endlich mal in Ruhe den Tauchgang geniessen. Leider ist am Ende des Tauchgangs meine Digicam abgesoffen. Die Bilder sind hoffentlich noch zu retten, aber die Kamera ist hin. Ob das UW-Gehäuse noch dicht ist, wird der Hersteller sagen müssen. Nun, da ich noch den Camcorder hatte, war ich beim zweiten Tauchgang wesentlich entspannter, da ich mich nur auf eine Sache konzentrieren musste. Wie immer an diesem Tauchplatz, den wir auch nach dem Mittagessen als zweiten Tauchspot wählten, liessen die Haie nicht lange auf sich warten. Das Beste allerdings war der Schwarm von Barrakudas, in den wir am Ende reintauchen konnten. Im Blauwasser war ein Säule von hunderten dieser Tiere und die kamen wirklich zum anfassen nah. Bilder gibt es nicht, aber auf dem Video sind noch ein paar Sekunden drauf, da die Kasette natürlich am Ende voll war. Nach diesem wirklich gelungenen letzten Tauchgang dieses Urlaubs machten wir uns auf den Heimweg und trafen nach gut einer Stunde wieder bei Sam's Tauchbasis ein. Nach dem Waschen der Ausrüstung genehmigten wir uns noch ein Red Rooster Bier und wurden dann in Hotel gebracht. Am Abend trafen wir uns mit unseren Bekannten von Yap bei bereits erwähnten Thailänder und schlossen diesen relativ spät ab. Totmüde fielen wir ins Bett und träumten von einem sonnigen Morgen in Palau.


Dienstag, 07.03.2006

Als wir aufwachten und aus dem Fenster sahen konnten wir es nicht glauben. Die Sonne war zurückgekehrt und wir waren etwas traurig, dass wir morgen abreisen. Das Frühstück war heute auch anders. Die Kaffeekannen blieben stehen und man hatte sogar das Gefühl, dass Belle und Amie heute morgen lächelten. Nach dem Frühstück wurden wir wieder abgeholt und zu Basis gebracht. Während die anderen ihre Sachen aufs Boot trugen, schauten wir zu und packten unsere Ausrüstung zusammen. Nach dem Bezahlen der Rechnung und den obligatorischen T-Shirts wurden wir wieder ins Hotel gebracht. Die anderen verbrachten wie gewohnt ihren Tag beim Tauchen und wir gingen in die Stadt um Postkarten zu kaufen und ein paar andere Dinge. Das Internet-Cafe war dann auch ein willkommener Regenschutz, das es promt wieder anfing zu regnen und erst am frühen Abend wieder aufhörte. Ein nicht allzuschöner letzter Tag auf Palau und nach Aussage der Einheimischen hier alles die Schuld des Taifuns. Den letzten Abend blieben wir im Hotel und gingen dort zum Abendessen. Morgen früh werden wir um 7 Uhr abgeholt und zum Flughafen gebracht. Die Koffer sind bereits gepackt und eigentlich sind wir doch ganz froh wieder nach Hause zu kommen. Regen in Palau ist nicht wirklich angenehm.


Zwischenbilanz

Palau ist hektischer und grösser als Yap. Die Tauchgebiete sind wesentlich besser als auf Yap, abgesehen von den Mantas. Es gibt auch eine grössere Auswahl an Hotels und Restaurants. Als Fussgänger ist man jedoch ziemlich unterlegen, da es kaum Bürgersteige gibt und man auf der Strasse gehen muss. Es gibt zudem auch viel mehr Verkehr und die Entfernungen sind um einiges grösser. Es war schön, hier einmal zu Tauchen. Die Unterwasserwelt ist intakt und es gibt viel zu sehen. Wenn man das Glück hat und eine gute Zusammensetzung auf dem Tauchboot hat, dieses entsprechend Platz bietet und das Wetter stimmt, dann kann man hier sicherlich einige schöne Tage verbringen. Aufgrund des Taifunausläufer war es bei uns vom Wetter her nicht gut. Wir hatten bis eigentlich ständig Regen, die Sonne kam eigentlich nie richtig durch und die Fahrt mit dem Schnellboot war auch nicht immer angenehm. Einen weiteren Tauchurlaub würde ich hier nicht verbringen wollen, da auch die Anreise viel zu anstrengend und kompliziert ist. Direktfüge sind eben etwas schönes. Der Jellyfisch-Lake ist sicherlich einmalig auf der Welt und ich bin froh dort einmal gewesen zu sein.


Mittwoch, 08.03.2006

Ziemlich früh klingelt der Wecker. Um 6 Uhr stehen wir auf und packen die restlichen Sachen in die Koffer und gehen zum Frühstück. Anschliessend noch die Rechnung bezahlt und schon warten wir auf den Transport zum Flughafen. Der Bus kommt pünktlich und wir sind rechtzeitig am Flughafen. Das Einchecken geht problemlos, wir haben nicht zu viel Gepäck und die Kofferkontrolle geht auch recht schnell. Viel Zeit in der Wartehalle verbringen wir nicht und wir können ins Flugzeug einsteigen. Natürlich kommt die Sonne raus als wir abheben und in Richtung Manila fliegen. Der Flug dauert 2 1/2 Stunden und geht doch schneller rum als wir denken. In Manila am Transferdesk erhalten wir die Bordkarten für unsere Anschlussflüge und werden in Transitbereich angesprochen ob wir nicht für 8 Dollar pro Person in eine Lounge kommen wollen. Wir lassen uns darauf ein und sind recht zurfieden. Ein wenig Essen und Trinken ist kostenlos, Internetzugang per Lan oder W-Lan auch, Massagen sind günstig und man kann sogar abgeschirmt etwas schlafen. Da unser Flug erst am Abend geht geniessen wir die Zeit in der Lounge. Ein wenig surfen und etwas essen und trinken und eine Massage und schon sind die 7 Stunden Aufenthalt in Manila um. Pünktlich verlassen wir Manila und fliegen nach Singapur. Die 3 1/2 Stunden vergehen ebenfalls wie im Flug. Gutes Essen, relativ viel Platz im Sitz und das Entertainment-System von Singapur Airlines machen das Reisen wieder interessant. In Singapur angekommen wird wieder online gegangen, Bericht geschrieben und im Duty-Free gestöbert. Nach knapp 2 Stunden Aufenthalt geht es dann wieder nach Hause.

Mit einer Stunde verspätung starten wir in Singapur. Über 13 Stunden soll der Flug nach Frankfurt dauern. Wir sind müde und nach dem Abendessen versuchen wir zu schlafen. Der Platz im Flugzeug ist etwas beschränkt, die Bestuhlung des Jumbos ist nicht wirklich grosszügig gewählt. Wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten macht, kann man den Monitor nicht mehr sehen und hat kaum noch Platz. Erfreulicherweise haben wir 2 x 30 Minuten Connexion by Boeing for free erhalten. Nach 10 Stunden Schlaf mit einigen unterbrechungen gehen die Lichter auch wieder an und das Frühstück wird serviert. Der Flug war teilweise recht unruhig und wir hatten viel Gegenwind, deshalb auch die lange Flugzeit.


Donnerstag, 09.03.2006

Zwei Stunden vor der Landung packe ich den Laptop aus, ergänze diesen Bericht und surfe die freie Stunde im Internet. Nach dem Frühstück landen wir auch schon in Frankfurt. Es ist kalt. Etwas um die 3 Grad. Gut, dass es nicht schneit. Die Koffer sind auch schnell da, der Mietwagen ist reserviert und steht bereit. Gemütlich geht es in 2 1/2 Stunden nach Hause. Um 10 Uhr nach 35 Stunden Reisezeit sind wir endlich wieder zu Hause.


Fazit

Alles in allem war es ein schöner Urlaub. Allein das Erlebnis mit den Mantas auf Yap war einmalig. Etwas gestört hat die lange An- und Abreise, sowie die teilweise nicht dem Preis entsprechenden Service. Südseefeeling kam hier allerdings nicht auf, wenn überhaupt eher auf Yap als auf Palau. Palau ist sicherlich zum Tauchen schöner als Yap, wobei wir auf Yap nicht alle Tauchspots gesehen haben. Komfort hat auch hier einen hohen Preis. Ein gutes Hotel auf den beiden Inseln kostet einiges. Die Nebenkosten ausserhalb der Hotels sind allerdings recht günstig. Es war ein Erlebnis, aber nochmal werde ich es sicherlich nicht machen, da ist es auf den Malediven doch schöner.

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